30.06.26 – RADIA live vom Fussballfeld!

Dienstag, 30.Juni 2026
finale

Der FSFV (Fortschrittlicher Schweizerischer Fussball Verband) wurde 1977 offiziell gegründet, 49 Jahre alt, nächstes Jahr grosses 50-Jahre-Jubiläum.

Die informelle Vorgeschichte sagt, die ersten Spiele fanden bereits 1975 statt, reicht die Geschichte der Liga sogar 51 Jahre zurück. Die offizielle Vereinsgründung und damit das eigentliche Gründungsjahr des FSFV ist jedoch 1977.

1977 hatten einige revolutionäre Linke in Zürich die kuriose Idee, einen eigenen Fussballverband zu gründen. Wenn sich ihre Ideale schon nicht im Politischen verwirklichen liessen, so vielleicht auf dem Fussballplatz.

Die Geschichte des FSFV zeigt, dass die Gleichberechtigung der Frauen zwar von Anfang an ein wichtiges Ziel der alternativen Liga war, die Umsetzung jedoch nur teilweise gelang. Bereits in den Anfangsjahren konnten Frauen gemeinsam mit Männern Fussball spielen, was für die damalige Zeit fortschrittlich war. 1980 waren bereits rund 30 der 150 Mitglieder Frauen.

In der Praxis zeigte sich jedoch, dass traditionelle Geschlechterrollen und der sportliche Leistungsdruck stärker waren als die politischen Ideale. Mit zunehmendem Ehrgeiz wurden Frauen aufgrund körperlicher Unterschiede immer seltener eingesetzt. Es kam zu frauenfeindlichen Äusserungen und einer schleichenden Verdrängung aus den Mannschaften. Die Gründung der Frauenmannschaft Mama Zurigo im Jahr 1980 war eine Reaktion auf diese Erfahrungen, bestand jedoch nur eine Saison.

Erst fast zwanzig Jahre später kehrten Frauen verstärkt in die Liga zurück. Sie gründeten neue Teams, trainierten professioneller und verbesserten ihr sportliches Niveau deutlich. Damit entwickelte sich ihre Rolle von einer eher symbolischen Teilnahme zu einer festen und anerkannten Position innerhalb der Liga.

Zusammenfassend zeigt die Geschichte des FSFV, dass die Frauenperspektive von einem Widerspruch geprägt ist: Obwohl Gleichberechtigung zu den Grundideen der alternativen Liga gehörte, verhinderten gesellschaftliche Vorurteile und sportliche Konkurrenz zunächst ihre tatsächliche Umsetzung. Langfristig konnten sich Frauen jedoch ihren Platz im alternativen Fussball erkämpfen und die Liga nachhaltig mitprägen.

In der FSFV-Liga 2026 spielen 14 FLINTA Teams.
Der Spielmodus ändert sich je nach Anzahl der Teams. Dieses Jahr wurde wie folgt gespielt:
Nach 6 Gruppenspielen in zwei Gruppen, folgten ein Halbfinaltag und nun der Finaltag.

Die Teams sind:

  1. Rapid Industrie (1997)
  2. MaraDonnas (1999)
  3. ZH United Grrrls (2001)
  4. elle real (2002)
  5. Depordivas (2003)
  6. FC Blutgretchen (2006)
  7. Real Rosé (2020)
  8. Zorras Zürich (2021)
  9. Femmes Terrible (2021)
  10. Gleis Elf (2023)
  11. Tabula Pikant (2025)
  12. Flinta Fussball Fun (2026)
  13. Inter Stella (2026)
  14. Bleifrei 98 (2026)

Das zeigt, dass sich die Alternativliga seit den Anfängen stark entwickelt hat: Während es 1980 zunächst nur einzelne Frauen in gemischten Teams und kurzzeitig eine Frauenmannschaft gab, umfasst die Liga heute 14 aktive FLINTA Teams.

In der Saison 2026 wurden drei neue Teams in die FSFV-Liga aufgenommen: Flinta Fussball Fun, Bleifrei 98 und Inter Stella. Damit umfasst die Alternativliga heute insgesamt 14 Teams.

Finale am 4.Juli 2026, 15:00 Uhr live auf RADIA LoRa 97.5 mhz!

 Depordivas – FC Blutgretchen

RADIA kommentiert live mit Spieler*innen der alternativen Liga direkt vom Fussballcamp und überträgt das Finale auf 97,5 MHz!